Wasserkraft

Die Wasserkraft zu nutzen, ist ein jahrhundertealtes Verfahren, welches dem Menschen dient.

 

Zur Elektroenergiegewinnung besitzt unsere Mühle

eine denkmalgeschützte Wasserkraftanlage.

 

In dieser Form und Gesamtheit kommen Wasserkraftanlagen nur sehr selten vor. Somit gilt unsere Wasserkraftanlage als ein Zeugnis technischer Wasserbaukunst in Deutschland. Diese Anlage zeichnet sich durch ein eingehaustes Wasserrad aus, dass in einer speziell dafür vorgesehenen Radkammer läuft. Dem oberschlächtigen Rad, welches einen Durchmesser von sechs Metern aufweist, ist ein Sandsteinaquädukt vorgelagert. Als Vorbilder für den Ausbau der letzten 100 m des Mühlgrabens als steinernes Gerinne gelten die römischen Wasserleitungen (Aquädukte). Durch das Aquädukt wird ein Gefälle von ca. sieben Metern erzielt. Verfolgt man den Lauf des Wassers, gelangt man in das Innere des Mühlengebäudes, wo das Wasser in die Schaufeln des Wasserrades fließt und dieses antreibt.

 

Ein starkes Hochwasser im Sommer 2002 richtete am mittlerweile über einhundertjährigen Wasserrad große Schäden an, sodass ein Weiterbetrieb mit Stromerzeugung nicht mehr möglich war. Das Wasserrad musste komplett neu rekonstruiert werden. Die Bauphase begann im Spätsommer 2003. Aufgrund der örtlichen Gegebenheiten (eingehaustes Wasserrad) erfolgte die Rekonstruktion wie im Jahre 1896. Das gesamte Rad musste in der Radkammer zerlegt werden und danach das neue Rad einzeln mit der Hand zusammengesetzt werden. Nur die alte Radwelle blieb erhalten. Nach monatelanger Bauphase konnte die neue Anlage endlich im Dezember 2003 wieder angefahren werden, um rund um die Uhr sauberen Öko-Strom zu produzieren.